Ornithologie – a Great British Hobby

•May 9, 2011 • 3 Comments

Und wieder liegt ein Wochenende hinter uns, irgendwie fliegt dieses Jahr einfach nur so dahin. Wir hatten wieder schoenes Wetter, was hier in Schottland unbedingt ausgenutzt werden muss. Also raus in die Natur!

Hier in Grossbritannien gehoert es zum guten Ton, dass man mindestens eine wohltaetige Organisation finanziell unterstuetzt, meistens in Form einer Mitgliedschaft. In meiner Schwiegerfamilie, allesamt Vogelfans, ist das traditionell die Royal Society for the Protection of Birds (RSPB) und so sind mein Mann und ich bereits seit einigen Jahren RSPB-Mitglieder.

Die Briten haben generell ein grosses Herz fuer Wild- und Gartenvoegel, ich kenne eine Menge Hobby-Ornithologen, die an Wochenenden und im Urlaub mit Fernglaesern losziehen und enthusiastisch Voegel beobachten. Ausserdem wird rund ums Jahr in den Gaerten gefuettert, es gibt kaum einen Garten ohne Vogelhaeuschen. In Deutschland wird ja vom Voegel fuettern in den waermeren Monaten immer wieder abgeraten, da die Tiere sich sobald es waermer wird in der Natur ausreichend ernaehren koennen. Allerdings gehen bei dem Thema inzwischen die Expertenmeinungen weit auseinander, da vielen Voegeln dank High-Tech Landwirtschaft, Pestiziden etc. die Nahrungsgrundlage entzogen wird. Mir leuchtet das ein und deswegen fuettern auch wir rund ums Jahr die Voegel in unserem Garten. Ich erfreue mich jeden Tag an den kleinen Besuchern, wir haben ein Amselpaar, Rotkehlchen, Ringeltauben, Spatzen, diverse Meisen… und da hoeren meine Vogelkenntnisse auch leider schon auf!

So nun hab ich wieder ganz schoen ausgeholt… jedenfalls hatte ich vor ein paar Tagen beschlossen, dass ich erstens gerne mehr Zeit an der frischen Luft verbringen moechte, zweitens gerne mein Vogelwissen erweitern und drittens auch gerne unsere RSPB-Mitgliedschaft ausnutzen wuerde, zumal Mitglieder freien Zutritt zu allen RSPB-Reservaten im ganzen Land haben.

Also haben wir uns gestern nachmittag zur Vane Farm am Loch Leven aufgemacht, ein wunderschoen gelegenes Vogelschutzgebiet ca. 15km von unserem Wohnort entfernt. Loch Leven ist ein wahres Paradies fuer Wasservoegel, verschiedene Zugvoegel machen dort Zwischenstation. Die Beobachtungsposten liegen recht versteckt und das Reservat ist so ausgelegt, dass Beobachter die Voegel so wenig wie moeglich stoeren. Idealerweise braeuchten Wildvoegel natuerlich keine Reservate, aber inzwischen geht’s ja dank des menschlichen Raubbaus nur noch um Schadensbegrenzung, und da leistet die RSPB wirklich wertvolle Arbeit.

Wir haben Kiebitze beim Balzritual beobachten koennen, eine Moorhenne und Gaense mit ihren Kueken und andere Spezies deren Namen ich natuerlich nicht kenne. Ich hoffe aber mal, dass sich das bald aendert. Uebrigens sind die Beobachtungsposten so weit von den Voegeln entfernt, dass man Fernglaeser braucht, um sie zu sehen. Deswegen gibt’s auch keine Nahaufnahmen von den Tieren, mein Kamera-Zoom reicht nicht aus. Trotzdem hab ich ein paar schoene Fotos von der Landschaft zu zeigen, der schottische Himmel sah gestern mal wieder besonders spektakulaer aus. Aber schaut selbst!

Blick ueber Loch Leven

Blick aus dem Beobachtungsposten

Hobby-Ornithologen Cappuccino mit Stil!

Blick aus dem Cafe auf Vane Farm, mit Teleskop-Plaetzen falls das Wetter mal wieder nicht mitspielt.

Ansonsten ist mit mir heute nicht viel los. Ich wollte eigentlich was naehen, kann mich aber zu nix aufraffen. Vielleicht, hoffentlich, morgen!

Royal Wedding mit Nachgeschmack

•April 30, 2011 • 3 Comments

Eigentlich wollte ich zum Thema koenigliche Hochzeit nix schreiben. Erstens wurde die Sache ja seit Monaten in den Medien durchgekaut, in Deutschland wohl fast genau so sehr wie hier. Und zweitens war’s eben nur eine Hochzeit.

Angesehen hab ich’s mir natuerlich trotzdem, klar war ich auf das Kleid gespannt, hier wurde ja seit Wochen von nix anderem mehr gesprochen oder geschrieben. War dann auch alles ganz nett, mein Mann und ich haben es uns vor dem Fernseher gemuetlich gemacht, uns den Promi-Aufmarsch in Westminster angesehen, uns bei Ankunft der Braut gefreut, wie schoen und gluecklich sie aussah. So weit so oberflaechlich.

Beim Hochzeitsgottesdienst verging mir dann allerdings die Freude. Es wurde ja im Vorfeld immer wieder betont, wie zeitgemaess diese koenigliche Hochzeit sei, dass diese Art von Hochzeit heutzutage eben wirklich nicht viel mehr als Opium fuers Volk ist. Damit kann ich leben – klar herrschen ueberall Krieg, Elend und Verstrahlung, aber das wird sich nicht aendern, egal ob bei den Windsors nun im grossen Stil oder im stillen Kaemmerlein geheiratet wird. Frueher dienten koenigliche Hochzeiten ja dem Schmieden von Allianzen, fanden nachts und heimlich statt, von Liebe war eh keine Rede und mitunter wurden die Koenigskinder tatsaechlich im Kindesalter verheiratet. Bei Wills und Kate war natuerlich alles ganz anders, der zukuenftige Kronprinz heiratet eine Buergerliche, ganz zeitgemaess und aus Liebe, jawoll! Und das Volk hat was zum Feiern.

Ich fand’s irgendwie schoen, dass diese Hochzeit gerade um Beltane herum gefeiert werden sollte. Immerhin ist Beltane eines der wichtigsten und schoensten Feste im Jahreskreis, voller Symbolik gerade fuer Liebende. Ausserdem ist es der Kirche trotz allem Gerede von Suende nicht gelungen, die alten Beltane-Braeuche auszurotten – es werden immer noch Maibaeume aufgestellt, es wird immer noch Walpurgis gefeiert, und es wird immer noch lustvoll in den Mai getanzt. Beltane hatten die Windsors wahrscheinlich nicht im Hinterkopf, effektiv war’s trotzdem. Das Volk feiert.

Was mich an der Hochzeit an sich gestoert hat war, dass die Braut trotz allen vermeintlichen Fortschritts uebergeben und verheiratet wurde wie ein Stueck Fleisch im weissen Kleid. Vom Vater an den Braeutigam geliefert, vom Best Man bezeugt, vom Priester vollstreckt. Die Trauzeugin wurde allenfalls zum Schleppe tragen gebraucht, saemtliche Geistliche waren Maenner, obwohl die anglikanische Kirche Frauen zu Priesterinnen weiht, und im Chor sangen auch nur Maenner und Knaben.

Ich sehe mich selbst nicht unbedingt als Feministin, trotzdem hat mich die Art und Weise gewurmt. So weit wollte man dann wohl doch nicht gehen mit den Traditionsbruechen, dass die koenigliche Hochzeit eine weibliche Handschrift traegt die ueber eine schoene Braut und extravagante Huete hinaus geht. Dass es da in Westminster keinen Goettinnendienst geben wuerde, war mir schon klar – aber dass die ganze Angelegenheit dermassen frauenfeindlich, ja -verachtend inszeniert wurde, geht mir gewaltig gegen den Strich. Wenn ich bedenke, dass junge Frauen hier in Grossbritannien als Berufswunsch meist Fussballergattin, Nacktmodell und Talentshow-Kandidatin angeben finde ich, dass unsere frisch gebackene Herzogin von Cambridge eindeutig die Chance verpasst hat, als selbstbewusste, gebildete, emanzipierte Frau ein positives Rollenmodell zu werden. Stattdessen hat sie fast 10 Jahre lang auf ihren Prinzen gewartet und dabei noch nicht mal ihr eigenes Geld verdient. Da passte die Uebergabe der Braut dann vielleicht doch ganz gut – von einem Versorger zum naechsten. Und die Maedels aus dem Volk haben noch ein weiteres Berufsziel fuer ihre kurze Liste: Prinzessin!

Trotzdem freu ich mich natuerlich, dass wir dank Royal Wedding ein richtig langes Wochenende haben. Genug Zeit, um den Mai willkommen zu heissen. In diesem Sinne – Happy Beltane!

Endlich mal wieder was Genaehtes!

•April 24, 2011 • 6 Comments

Ich hab’s dieses Wochenende mal wieder an meine Naehmaschine geschafft, endlich! Es war das erste mal seit Wochen, dass ich die Zeit und auch die Inspiration zum sticheln gefunden hab.

Entstanden ist dieses Sprocket-Kissen aus den ‘Spice of Life’ Stoffen, die ich vor ein paar Tagen gekauft hab. Die Anleitung dafuer gibt’s hier. Das Kissen ist das Geburtstagsgeschenk fuer meine Oma, geht also bald auf die Reise ins schoene Erzgebirge.

Als kleine Zugabe hab ich noch ganz fix ein Tatueta genaeht. Ich finde diese kleinen Taeschel echt schoen und praktisch, hatte aber bisher noch keine Anleitung gefunden, die mir so richtig gefallen hat. Dieses Tutorial ist einfach klasse, ich pimpe allerdings immer noch mit einem Zierstich.

Frollein Innovis hat jetzt erstmal wieder ein paar Tage frei, aber bestimmt nicht allzu lange. Mein Mann hat mir heute morgen erzaehlt, dass er in zwei Wochen nach Dingwall zum Fussball fahren will – das ist ca. drei Autostunden noerdlich von hier, in den Highlands. Ich wuerde da nie und nimmer einen Tagestrip unternehmen, aber dann fiel mir ein, dass es in der Naehe von Dingwall einen Quilt-Laden gibt. Tagesausflug in die Highlands? Bring it on! 😉

Urlaubs-Nachlese und mal wieder Stoeffchen

•April 22, 2011 • 2 Comments

Wir sind nach unserem ungeplanten Aufenthalt in Deutschland also wieder zu hause. Der Anlass war zwar nicht so toll, aber schoen war’s trotzdem. Irgendwie hatte ich mir 10 Tage Truebsal vorgestellt, aber ganz das Gegenteil war der Fall. Wir hatten einfach ein paar wundervolle Fruehlingstage mit meiner Familie. Papa’s Schalentier wird langsam Teil des Familienalltags und zwischen Krankenhausaufenthalten und Chemo-Nebenwirkungen geht alles weiter wie bisher. Meine Oma hat immer gesagt, ‘Der Mensch ist ein Gewohnheitstier’. Klingt abgedroschen, beschreibt aber die unglaublich hilfreiche Faehigkeit, sich mit den Dingen abzufinden, die wir nicht aendern koennen.

Ich hab in Deutschland sehr viel Zeit an der frischen Luft verbracht, davon krieg ich hier naemlich dank Nachtschichten und schlechtem Wetter nie genug. Meine alte Heimat liegt ja am Rand des Biosphaerenreservates Schorfheide-Chorin. Nicht dass es mir als Kind und Teenager ueberhaupt aufgefallen waere oder mich gar interessiert haette – aber dieser Teil Deutschlands ist Heimat fuer viele Tierarten, die anderswo fast ausgestorben sind. Raubvoegel, inklusive drei Arten von Adler, drehen ihre Runden. Es gibt intakte Moore. Frei lebende Woelfe, auch wenn das den Bauern nicht passt. Die letzten Flachland-Buchenwaelder Europas. Kilometerlange Feldwege gesaeumt von wilden Obstbaeumen. Ehm Welks ‘Heiden von Kummerow’ haben im Nachbardorf ihren Schabernack getrieben. Und auch den DDR-Bonzen will ich hier mal ausdruecklich danken – sie hatten in der Gegend ihre fuer die Oeffentlichkeit unzugaenglichen Jagdreviere. Das Oekosystem war dadurch ueber Jahrzehnte ungestoert, obwohl ich den alten Herren unterstelle, dass sie dabei bestimmt nicht das Wohl von Mutter Natur im Kopf hatten. Da sag nochmal einer, in der DDR war alles schlecht! 😉

Jedenfalls waren wir letzte Woche sehr viel in der Natur unterwegs, Mr Inghinn und ich. Fotos hab ich auch gemacht, allerdings werden Fotos nie der wahren Schoenheit gerecht, deshalb stelle ich sie hier auch nicht ein. Vielleicht liegt’s an meinem mangelnden Talent als Fotografin, aber ich bin immer wieder enttaeuscht von Naturfotos.

Diese Woche hab ich dann wieder meine vier Nachtschichten hinter mich gebracht und hab nun ueber Ostern frei. Der Tag nach der letzten Schicht ist immer hart, immerhin versuch ich meist wach zu bleiben, um wenigstens nachts schlafen zu koennen. Die beste Art der Muedigkeit zu trotzen ist ein Besuch im PW-Laden, also bin ich gestern mit einer Freundin bei Purely Patchwork in Linlithgow eingekehrt. Mein guter Vorsatz lautet in letzter Zeit, Stoffe in frischen Farben zu kaufen, und keine Paisley- oder Batikstoffe, weil ich davon schon meterweise im Schrank hab. Trotzdem bin ich natuerlich wieder mit herbstlich aussehenden Stoeffchen heim gekommen, ‘Spice of Life’ von Paintbrush Studio – die Kollektion ist traumhaft schoen finde ich. Hier meine Ausbeute, ich hab mir auch endlich ein paar Quilthandschuhe gekauft.

Und diese schicken Knoepfe habe ich letzte Woche auf einem Kunsthandwerkermarkt in der Uckermark entdeckt – sie sind getoepfert!

So, jetzt mach ich mich auf den Weg nach Edinburgh. Ich wuensch euch allen schoene Osterfeiertage, hoffentlich mit viel Sonnenschein!

Osterwichteln

•April 22, 2011 • 1 Comment

Ich hatte mich dieses Jahr erstmals zum Osterwichteln im PW-Forum angemeldet und hatte auch schon ein paar Ideen fuer’s Wichtelgeschenk. Vor vier Wochen kam dann die Nachricht von der Krankheit meines Vaters und wir sind recht kurzfristig nach Deutschland gereist – somit hatte ich erstens nicht die Zeit und zweitens auch nicht den Nerv, ein Geschenk zu naehen. Zu meiner Erleichterung hatte sich meine liebe Freundin Jalu, die auch im Forum schreibt, bereit erklaert von mir zu uebernehmen. Es war alles ein grosses Kuddelmuddel, zumal mein eigenes Wichtelgeschenk auch schon zu mir unterwegs war. Naja, lange Rede kurzer Sinn – Jalu hat ein sehr huebsches Geschenk an Rici geschickt, zu sehen gibt’s das hier. An dieser Stelle auch nochmal danke an alle Beteiligten.

Und ich selber hab ein wunderbares Wichtelgeschenk von Amala erhalten. Die Lachgummis haben’s leider nicht mehr auf’s Foto geschafft. Ich hab mich riesig gefreut, vielen Dank liebe Amala!

Ich hab’s ja schon oefter mal erwaehnt, aber es beruehrt mich nach wie vor, wie grosszuegig und hilfsbereit Quilterinnen sind. Ich hab in den gut 10 Jahren die ich im Internet unterwegs bin eine Menge unschoene Dinge erlebt und einen ausgepraegten Zynismus entwickelt. Mit dem Naehen als Hobby hab ich aber nicht nur eine wunderbare, heilsame Beschaeftigung gefunden, sondern gleich noch eine Community, die diesen Namen auch verdient.

Wochenend-Rueckblick

•April 11, 2011 • 3 Comments

Geschnappt bei Amala.

[Wetter] Wunderbar sonnig und mild.

[Gemacht] Zeit mit meiner Sippe verbracht, gelacht, geheult, gegrillt, spazieren gegangen, mit meinem Neffen gespielt.

[Gehört] Das Gebrabbel von meinem Neffen. Total goldig!

[Gelesen] Luisa Francia – Die Goettin im Federkleid.

[Getrunken] Wasser, Tee und Kirsch-Schnaps. *hicks*

[Gegessen] Viel zu viel! Deutsches Brot & Kuchen, lecker. Vegetarisches.

[Gedacht] Das kann doch nicht sein!

[Gelacht] Ueber mich selber. Ich kann keinem Baum widerstehen… auch die Tanne im Vorgarten musste ich sofort umarmen. Bevor ich’s mich versah klebte ich mit Gesicht, Haaren und Haenden am Baum fest – die Warnung vorm Tannenharz kam zu spaet. Mein Vater hat sich den Bauch gehalten vor Lachen, dass allein war’s schon wert.

[Gefreut] Die Stoerche sind da!

[Geärgert] Ueber nix. Wow!

[Gekauft] Ein ganz feines getoepfertes Teelicht-Haeusel vom Kunsthandwerkermarkt.

[Spirituelles] Hm… muss ich erst verarbeiten.

[Und sonst so?] Naehen ist Therapie.

[Ausblick auf die nächste Woche] Noch bis Samstag in Deutschland, mal sehen was diese Woche so bereit haelt.

Fast unterwegs nach Deutschland

•April 6, 2011 • 1 Comment

Nachdem nun die letzten beiden Wochen quaelend langsam vergangen sind, fliegen wir morgen frueh endlich nach Deutschland. Irgendwie bin ich echt zerrissen, einerseits freu ich mich auf meine Familie, auch wenn der Grund fuer den Besuch kein schoener ist – andererseits wuerde ich mich am liebsten im Bett verkriechen, Decke ueber’n Kopf, und hoffen dass das alles vielleicht doch bloss ein Aprilscherz war und ich gleich zur Nachtschicht fahren kann. Und zwar sorglos!

Trotzdem hab ich fuer mich selbst beschlossen, dass ich positiv sein moechte – solange mir kein Weisskittel mitteilt, dass fuer meinen Papa nichts mehr getan werden kann, bin ich davon ueberzeugt, dass er wieder gesund wird. So!

Ausserdem hab ich mich nach jahrelangem Zoegern wieder dem Vegetarismus verschrieben. Ich hab vor vielen Jahren schonmal vegetarisch gelebt, damals noch in Deutschland – allerdings geb ich inzwischen gerne zu, dass es mir damals eher drum ging hip zu sein, nicht so sehr um Tierleid oder Ethik. Deswegen hat’s mich damals zb auch nicht gejuckt, ob mein Kaese wirklich vegetarisch war oder meine Suppe mit Tierbruehe gekocht war. Hier im UK wird auf Vegetarier/innen sehr viel Ruecksicht genommen, 99% aller Lebensmittel sind entsprechend gekennzeichnet. Aus Deutschland hab ich in Erinnerung, dass es umgekehrt ist und ich als Vegetarierin zumindest im Supermarkt bei vielen Lebensmitteln nicht sicher sein kann. Als ich meiner Mutter letzte Woche sagte, dass ich wieder vegetarisch lebe, meinte sie ganz trocken: ‘Ok, dann mach ich dir eben Huhn.’ Aha! Ich glaube, das wird noch ein Krampf. Zumal mein Vater mir schon angekuendigt hat, dass er vor seiner Chemo nochmal ‘ordentlich grillen’ will, und zwar am Samstag. Aber ich werd die Kommentare ueber meine Dinkelburger tapfer ertragen, jawoll! 😉

So und jetzt geht’s ab ins Bett… um 4 Uhr morgens steht unser Taxi vor der Tuer.